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Mobile Hundeschule
                                          Seit  2011
          Hundesinne

Silvia Fischer 

 

Silvia Fischer

Am Teich 8
59846 Sundern      Hellefeld

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Öffnungszeiten

Mo. - Fr.

10.00  -  20.00 Uhr

Sa.

10.00  -  16.00 Uhr

Begleitung und Beratung!

         Neue Wege gehen ...       

Gutes Hundetraining ist in der Tat ein Marathon, kein Sprint, und Verhaltensänderung – sowohl beim Hund als auch beim Menschen – erfordert Geduld, Konsequenz und sehr viel Zeit. 

 

Die Epigenetik erklärt, wie Umweltfaktoren, Erfahrungen und Lebensstil die Aktivität der Gene Ihres Hundes beeinflussen, ohne dabei die DNA selbst zu verändern. Gene sind wie ein Klavier – die Genetik gibt die Tasten vor, doch die Epigenetik entscheidet darüber, welche davon gespielt, stummgeschaltet oder lauter gedreht werden. 

Der Unterschied: Genetik vs. Epigenetik

  • Genetik: Der genetische Code (die DNA) ist unveränderlich. Er bestimmt das äußere Erscheinungsbild (z. B. Fellfarbe) und die grundlegenden Veranlagungen einer Rasse. 

  • Epigenetik: Die Schalter auf den Genen. Sie steuert, ob bestimmte Anlagen (wie z. B. Stressanfälligkeit oder Ängstlichkeit) tatsächlich aktiv werden oder nicht. 

Wie funktioniert das in der Praxis?

Die epigenetischen Schalter werden durch äußere Einflüsse und den Lebensstil des Hundes gesteuert. Zu den wichtigsten Faktoren zählen: 

  • Stress und Traumata: Chronischer Stress (durch Überforderung, Isolation oder harte Trainingsmethoden) kann bestimmte Gene aktivieren, die den Hund dauerhaft empfindlicher für Angst und Reize machen. 

  • Erfahrung und Bindung: Positive Erlebnisse, eine sichere Bindung zu Ihnen und ein stabiler, berechenbarer Alltag helfen dem Hund, gelassener zu bleiben. Das Gehirn bleibt durch sogenannte Neuroplastizität ein Leben lang formbar. 

  • Ernährung und Trächtigkeit: Was die Mutterhündin frisst und wie viel Stress sie während der Trächtigkeit erlebt, prägt die Welpen bereits im Mutterleib auf epigenetischer Ebene.

Wenn ein falscher Weg eingeschlagen wurde, ist es absolut normal, dass die Umstellung Zeit in Anspruch nimmt. Hier sind die wichtigsten Punkte, warum das so ist und wie der neue Weg gelingt:

  • Gewohnheiten durchbrechen: Hunde sind Gewohnheitstiere. Unerwünschtes Verhalten, das über Monate oder Jahre gefestigt wurde, lässt sich nicht in wenigen Tagen löschen. Es dauert oft Wochen bis Monate, bis alte Verknüpfungen durch neue, positive Erfahrungen ersetzt werden.

  • Neues Vertrauen aufbauen: Wurde der "falsche Weg" (z. B. durch zu viel Härte oder Missverständnisse) gewählt, ist oft das Vertrauen gestört. Der erste Schritt des neuen Weges ist es, dieses Vertrauen durch Ruhe, Sicherheit und positive Verstärkung wiederherzustellen.

  • Der "3-3-3" Prozess: Auch bei der Umstellung von Trainingsmethoden durchläuft der Hund oft Anpassungsphasen: 3 Tage Ankommen (Stress abbauen), 3 Wochen Routine finden, 3 Monate Vertrauen festigen.

  • Positive Verstärkung statt Korrektur: Der moderne, bessere Weg konzentriert sich darauf, dem Hund das richtige Verhalten beizubringen, anstatt nur das falsche zu unterbinden. Das dauert im ersten Moment vielleicht länger, führt aber zu einer freudigen Mitarbeit des Hundes.

  • Konsequenz beim Menschen: Der schwierigste Teil ist oft die Umstellung beim Menschen. Es erfordert Disziplin, in jeder Situation den neuen, fairen Weg zu gehen und nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. 

Fazit: Wenn Sie feststellen, dass der alte Weg nicht funktioniert hat, ist der wichtigste Schritt, abzubrechen, innezuhalten und professionelle Unterstützung zu suchen, die auf positiver Verstärkung und Grenzen basiert.

Es ist nie zu spät, einen neuen, gemeinsamen Weg zu finden. 

Graues Kreismuster

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